Mittwoch, 20. Juli 2016

Entgiftung und das Experiment

Moin moin und Hallo,

im letzten Blog hatte ich bereits angekündigt, dass wohl etwas mehr notwendig ist als weiter zu machen wie bisher, Thema Gewicht. Klar könnte ich das akzeptieren und sagen, ich bin gut wie ich bin, nur dann werde ich bald 120kg wiegen wie Ende 2015. Da bin ich leider darauf reingefallen.
Frustiert und gestresst, alles futtern was nicht bei drei auf dem Baum ist.

Von der Beobachtung her, muss sich mein Stoffwechsel mit 32 oder 33 Jahren verändert haben. Die Dinge mit denen ich sicher abnehmen konnte, die Maßnahmen und Gerichte, der Sport, all das funktioniert nur noch bedingt.
Im Umkehrschluss, muss ich nun etwas neues ausprobieren.
Erstmal auf Basis einer Diät zum testen der Maßnahme, dann wechsel zur Ernährungsumstellung.

Der Versuch sieht wie folgt aus:

Woche 1 Entgiftung:
Stilles Wasser und Tee als Getränk - alles andere Verboten
Frühstück: Müsli, Obst oder Yoghurt
Mittags: Suppe auf Brühebasis
Abends: Salat oder Gemüsesuppe

Damit sollte erstmal alles auf Linie gebracht werden.

Danach wird eine Woche lang nur ein Gericht gekocht und mit Gemüse variert um zu testen wie der Körper darauf reagiert:

Sowas wie:
Mo: Frühstück = Yoghurt oder Müsli ; Mittag = Guacamole + Knäckebrot ; Abend = Tofu oder Saitan, Gemüse, 100g Reis.
Di: Frühstück = Yoghurt oder Müsli ; Mittag = Guacamole + Knäckebrot ; Abend = Tofu, Gemüse, 100g Kartoffel.
Mi: Frühstück = Yoghurt oder Müsli ; Mittag = Guacamole + Knäckebrot ; Abend = Tofu, Gemüse, 100g Quinoa.
Do: Frühstück oder Saitan = Yoghurt oder Müsli; Mittag = Guacamole + Knäckebrot ; Abend = Tofu oder Saitan, Gemüse, 100g Reis.
Fr: Frühstück = Yoghurt oder Müsli ; Mittag = Guacamole + Knäckebrot ; Abend = Tofu oder Saitan, Gemüse, 100g Kartoffel.
Sa: Normales Frühstück ; Mittag = Snack ; Abend = Normales Essen (Motivation)
So: Frühstück = Müsli oder Müsli ;  Mittag = Putenbrust + Reis und Gemüse ; Abend = Salat

Jeden Morgen wird gewogen, um zu sehen wie der Körper reagiert auf die Kombi, Sport + Ernährung. In Woche drei wird dann bei den Peaks umgestellt, um so die Kombi - Sport und Ernährung zu prüfen.

Bsp:
Mittwoch ist Wing Chun und ich habe Tofu, Gemüse, 100g Quinoa gegessen.
Am nächsten Morgen stehen 300g mehr auf der Waage.
Nächste Woche Mittwoch, wieder Wing Chun aber habe dann Kesselgulasch mit Saitan mit Paprika + Chilli gegessen. Am morgen dann wiegen und 300g weniger stehen auf der Waage. So filtere ich raus, wann was passt und mit welchem Gericht ich abnehmen kann. Hinterher habe ich eine Sammlung von Gerichten, die mit Sport (Tagessport) zusammen die Pfunde purzeln lassen.
Ob meine Frau da mit macht, kann ich nicht sagen. Ich lade sie dazu ein, keine Frage, bin aber auch bereit doppelt zu kochen.
Denn bei ihr kann das ganz anders funktionieren und sie isst das, was ich so futtere und nimmt nichts ab oder sogar zu, weil es nicht passt.
So muss man das langsam rausfinden und dann hat man einen Plan. Gut ist, man kann es täglich kontrollieren und nach einer Woche gegensteuern. Filler Gerichte einbauen, ala Salat geht immer oder eine Gemüsesuppe (Empfehlung hier : Hildegard von Bingen Suppe ).
So bleibt auch eine gewisse monotonie aus. Dazu hat man eine gute Kostenkontrolle bei den Einkäufen, da man immer ähnlich einkauft und damit kalkulieren kann. Auf jeden Fall ist es viel Diziplin gefragt und Kontrolle des selbst!
Vielleicht sollte ich auch wieder mit Radfahren anfangen. Mein altes Rad rausholen, putzen, fetten und so weiter. Mal sehen.

Ja, so entsteht die Idee. Umsetzungszeitraum wird dann September vermutlich sein.

In diesem Sinne.

Gruß
der Uhltak


Montag, 18. Juli 2016

Wieder von NULL anfangen

Ein freundliches Hallo an alle da draußen,

schön das ihr es wieder auf den Blog geschafft habt. Heute das Thema:
"Wieder von NULL anfangen". Wie ihr wisst, beschäftige ich mich sehr gerne mit Ernährung und Abnehmen. Ich hatte vor ein paar Jahren das Projekt UHU und auch erfolgreich zu Ende gebracht bekommen. 93kg war damals die Bestmarke die es zu unterbieten gilt.
Seit nun gut 3 Jahren schaffe ich es nicht wieder auf dieses Gewicht zu kommen. Egal was ich mach, es klappt nicht. Meine Frau auch nicht, egal was sie tut und macht, es passiert nichts.
Ich habe sehr viel versucht in der letzten Zeit und werde nun hier sehr ehrlich reflektieren.
Wo ich viel Hoffnung mit hatte, war es wieder mit Low Carb zu versuchen Anfangs . Es war für mich die Allzweckwaffe, da ich damit gute Erfolge mit erziehlt habe. Also wieder das gleiche eingekauft und gegessen wie die Jahre zuvor, im Blog stand ja was wann gegessen wurde.
Aber nichts, ein paar Anstandskilo gingen runter, aber die waren auch schnell wieder drauf. Darum der Check, ich machte diese DNA Untersuchung, auch die sagte, ich muss Eiweiß essen und Gemüse. Also Eiweiß und Gemüse gegessen, Gewicht ging rauf. Aber nicht nur wegen der Ernährung, es kam ein Job wechsel, viel Stress und auch Junkfood kam dazu. Dezember 2015 wog ich soviel wie noch nie! Das war der Weckruf und ich wurde wieder strenger. Weniger Süßes, weniger Junkfood und die Kilos gingen etwas runter, aber nur bis zur einer Marke. Es ging noch etwas mehr, als dann wieder Vegan Monat war, doch seit dem stagniert mein Gewicht um -/+2kg.
Auch der wechsel zum 5/2 System ( 5 Tage veggie / 2 Tage Omnivore) helfen nicht weiter.
Aktuell mache ich 4x die Woche Sport, wenn nicht sogar 5x die Woche. Bogenschießen, Fitnessstudio Tage 2, Wing Chun. Überall bewege ich mich, power mich aus und esse, nach wie vor viel Gemüse und Eiweiß (Milchprodukte, Tofu, Saitan...) Süßes haben wir nicht mehr im Haus, auch nicht mehr wirklich viel Lust drauf.
Die Portionen sind kleiner geworden. Wir trinken sogar nur noch stilles Wasser / Heilwasser - da Kohlensäure angeblich zur Übersäuerung des Körpers führt und somit das Abnehmen behindert. Ich trink nun fast 4 Wochen stilles Wasser, mein PH Wert hat sich nicht geänder, abgenommen hab ich auch nicht.
Ich würde sagen, mumpitz! Aber das Hirschquelle Wasser ist lecker und kostet sogesehen ähnlich viel wie eines der Plastik 1,5l Sixpacks.
Am Training optimieren? Könnte helfen, da sieht es gerade so aus:
1x die Woche Bein und Ausdauer für 60min. 1x die Woche Rücken, Bauch, Brust, Arme für 60min. Beim Wing Chun wird der ganze Körper für 1 1/2 trainiert und bei dem Training schwitze ich auch am meisten, da es Training mit und gegen den Körper ist.
Man merkt schon, ich habe mehr Muskeln als früher, auch bin ich Leistungsfähiger und konditionell besser aufgestellt, sehe aber nicht so aus, wie ich noch 2012 ausgesehen habe! Da will ich wieder hin. Das ist mein Ziel.
Doch egal was ich mache, egal wie viel ich mache oder wie sehr ich mich geisle beim Essen, es passiert nichts oder es kommt sogar noch Gewicht dazu.
Das ist frustierend und entmutigt total. Schilddrüse vielleicht? Müsste ich mal von meiner Ärztin checken lassen, bin in letzter Zeit auch immer bisschen müder als sonst. Seltsam ist, dass meine Frau wirklich wie ein Spatz gerade isst und regelmäßig wieder zum Sport geht und auch bei ihr nichts geht.
Sie ist der Kohlenhydrate Typ und sollte das primär Essen. Hilft aber auch nicht.
Könnte es die Psyche sein? Der Umstand es so hart zu wollen und zu scheitern und sich damit selbst blockieren?
So wirklich weiß ich da gerade nicht weiter...
Ziel ist klar, UHU wieder zu sein, doch mein Stoffwechsel und das was ich tue und esse stehen im Gegensatz zu meinem Ziel.
Also, entweder Taktik ändern oder noch mehr Einsatz. Ich geb mir selber noch bis September Zeit, dann wird etwas für 4 Wochen getestet - was entweder dazu führt das was geht oder ich danach mal zum Hausarzt muss und mich checken lasse. Zufriedenheit sieht anders aus!

Falls ihr noch Tipps und Tricks habt, immer her damit.

Grüße

Sonntag, 10. Juli 2016

Schwieriges Thema

Wie ich vor ein paar Wochen berichtet habe, beschäftige ich mich in letzter Zeit viel mit dem Buddhismus und habe diesen Weg als meinen Weg durchs Leben bestimmt.
Wer mich kennt und kannte, wusste - der Kollege hat mit Religion und Kram nichts am Hut. Wenn man mich fragte, glaubst du an Gott, so war die Antwort meist:
"Ich bin Atheist oder Agnostiker"!
Das kann ich nun nicht mehr behaupten, da ich einige Dinge über mich rausgefunden habe und die für mich, bis jetzt, gut funktionieren.
Wie z.B. beim meditieren, kann mir da alles anschauen und auflösen und mich dazu noch entspannen.
Aber man denkt auch über andere Dinge nach, die man früher sehr einfach und schnell abgehandelt hat, z.B. - gibt es einen Gott?
Und da startet ein sehr schweres Thema!

<GLEICH VOR WEG, ICH SCHILDERE ES VON MEINER WARTE UND BEZIEHE NICHTS AUF ANDERE UND WILL UND MÖCHTE NIEMANDEN VERÄRGERN! WENN DAS NICHT GENEHM IST, BITTE NICHT WEITERLESEN!>

Ich habe viele Bücher gelesen und diverse Texte. Im Buddhismus verneint man oder  bejaht man die Existenz von Gott oder Göttern nicht.
Der Buddhismus ist keine Religion, es ist eine Philosophie ein Konzept wie man sein Leben einfach und gerecht leben kann und sogar die Erleuchtung auf einen wartet. Man muss kein Mönch sein um ein Buddha zu werden, jeder kann es und somit erkennen wir die Welt gestrickt ist und alles im Dies- und Jenseits zusammenhängt (samsara und nibbana).
Bis zu meinen 14ten Lebensjahr konnte ich an das christliche Konzept glauben, evangelisch erzogen, Reli-Unterricht, alles war dabei. Eine Sache brach aber dieses Konzept, der Tod meines Onkels.
Ab da konnte ich nicht mehr glauben, ab da war mein Glaube gestorben.
Damals, vor dem Tod meines Onkels, gab es mir Kraft zu beten und zu glauben.
Ich glaube heute nach wie vor nicht, ich bemühe mich zu Wissen und an meiner Wahrheit festzuhalten. Und so schließt sich der Kreis.
Es geht nicht darum an einen bärtigen Mann zu glauben, der in den Wolken sitzt und auf uns herabsieht und ein paar "glückliche" rettet oder belohnt und den Rest verdammt und "bestraft". Das die Hölle wartet, für den der Böse ist.
Damit kann man ein Kind beeindrucken. Ich erinnere mich, dass ich mit 4 oder 5 vor Gott und der Strafe ähnlich viel Angst hatte, als wie vor dem Weihnachtsmann, der mir nichts mitbringt.
Gehen wir auf das Thema näher ein, es ist schwer - I know.
Das Konzept Gott wird sehr unterschiedlich ausgelegt und führt alles auf den gleichen Punkt. Es ist die "Macht" die uns Glauben lässt, vielleicht antreibt und für alles Gute und Gerechte steht.
Gott hat uns alle in seinem Ebenbild erschaffen, in einer Gleichung wäre das:
Gott = Menschheit.
Wir alle, wir alle sind Gott, das Paradies kann hier sein, die Hölle kann hier sein, wir schaffen uns unsere persönliche Hölle, wir schaffen uns unseren Himmel.
Tun wir etwas gutes, sitzen vielleicht danach gemütlich bei einem kühlen Getränk auf dem Balkon - so sind wir glücklich und zufrieden.
Tun wir etwas schlechtes, so frisst uns die Schuld innerlich auf oder treibt uns zu schlimmeres an, bis wir daran zu Grunde gehen - eine echte Hölle.
Wenn wir ins arabische schauen, so ist Allah mit Frieden und Liebe gleichzusetzen.
Gott ist Liebe und Frieden. Wir sind verantwortlich für unsere Liebe und unseren Frieden, da er aus uns heraus entsteht. Sind wir krank, dann ist nicht das Schicksal verantwortlich, sondern dass was wir aus unserer Welt gemacht haben: Krankheiten die durch Menschen geschaffen worden (Keime Bakterien etc.), Ernährung, Wetter (zu kalt, zu warm).
Es ist alles in uns, genauso wie der Schlüssel um glücklich zu sein.
Mögt Euch selbst, so wie ihr seid.
Glaubt an euch und an das gute in euch. Ihr spürt immer Liebe, die zu euch selbst und zu eurem nächsten. Ihr müsst diese Liebe nur zulassen.
Man ist nicht angewiesen auf die Liebe von außen, die in uns selbst gibt schon unendlich viel Kraft, die von außen ist, metaphorisch Gesprochen:
Der Boost, Schub, Lachgaseinspritzung um noch mehr Antrieb zu bekommen.
Ich bin zwar noch nicht lange Buddhist, aber ich kann mir vorstellen, dass diese Lehre sich überall gleich anhört.
Ob Christ oder Muslim oder Buddhist, tue gutes und hab Liebe für dich und andere und du lebst im Glück. Hasse alles und jeden, sei schlecht und gemein und du lebst in deiner eignen Hölle, mit Reibung und Hitze, mit Zorn und Gewalt.
In der Politik, hier würden die zehn Pflichten des Königs, unendlich viel gutes bewirken:
Quelle: Was der Buddha lehrte (Walpola Rahula) /
http://www.buddhanetz.org/texte/rahula.htm

Die erste der "Zehn Pflichten des Königs" ist Aufgeschlossenheit, dazu Großzügigkeit und Freigebigkeit (dana). Die Regierenden sollten Reichtum und Vermögen weder begehren noch daran festhalten, sondern für das Wohlergehen des Volkes verwenden.
Zweitens wird ein hochgradig moralisches Verhalten (Charakter) verlangt. Ein Regierender sollte niemals Leben zerstören, betrügen, stehlen oder andere ausbeuten, keinen Ehebruch begehen, nicht die Unwahrheit sagen und keine berauschenden Getränke zu sich nehmen. Das bedeutet, daß er mindestens die fünf grundlegenden ethischen Regeln (Panca Sila) eines buddhistischen Laien einhalten muß:

kein Leben zu zerstören,
nicht zu stehlen,
nicht durch Sexualität zu verletzen,
nicht zu lügen
keine berauschenden Mittel zu sich nehmen.
Drittens: Ein Regierender muß bereit sein, alles für das Wohl des Volkes zu opfern und dabei alle persönlichen Bequemlichkeiten aufzugeben sowie seinen Ruf und sogar sein Leben im Interesse des Volkes einzusetzen.

Viertens: Ehrlichkeit und Integrität (ajjava). Man muß seine Aufgaben ohne Furcht und persönliche Abhängigkeiten ausführen, aufrichtig in seinen Absichten sein und die öffentlichkeit nicht hinters Licht führen.

Fünftens: Güte und Freundlichkeit (maddava). Man muß ein sanftes Temperament besitzen.

Sechstens: Regierende sollen einfache Lebensgewohnheiten (tapa) besitzen, ein einfaches Leben führen und sollten sich nicht dem Luxus hingeben, sondern Selbstbeherrschung üben.

Siebtens: Wer regiert, sollte frei sein von Haß, Böswilligkeit und Feindseligkeit (akkodha). Er sollte gegenüber niemandem einen Groll hegen.

Achtens: Gewaltlosigkeit (avihimsa), das bedeutet nicht nur, daß man niemandem schadet, sondern aktiv versuchen sollte, den Frieden zu fördern, indem man Krieg ebenso vermeidet und verhindert wie alles, was mit Gewalt und Zerstörung von Leben zu tun hat.

Neuntens: Geduld Nachsicht, Toleranz und Verständnis (khanti). Wer ein Regierungsamt ausübt, muß in der Lage sein, Not, Schwierigkeiten und Kränkungen geduldig zu ertragen.

Zehntens: Nicht-Opposition, Nicht-Behinderung (avirodha), das heißt, man sollte sich dem Willen anderer nicht entgegenstellen und keine Maßnahmen behindern, die das Wohlergehen des Volkes fördern. Mit anderen Worten, man sollte in Harmonie mit seinem Volk regieren.



In diesem Sinne, glaubt nicht nur, wisst!
Gruß
euer Uhltak