Dienstag, 12. April 2016

Bin Buddhist und das ist gut so!

So ist es, ich bin Buddhist. Seit Januar diesen Jahres habe ich mich bewusst dazu entschlossen, eine neue Seite von mir zuzulassen.
Eine spirituelle Seite, welche ich all die Jahre weder beachtet, noch zugelassen habe. Religion war für bis zu meinem 14 Lebensjahr ein Teil meines Lebens. Christlich erzogen, aber nie getauft worden, ich sollte irgendwann selber bestimmen an was ich glauben soll. Doch in den Schulen gab es für ungetaufte keinen Ethik-Unterricht, also wurde ich mit in den evangelischen Religionsunterricht geschickt.
Ich mochte das damals recht gerne, es hatte etwas das einen "Sicherheit" gab, eine Stelle an die man sich wenden konnte für die tiefsten Probleme.
Mit 14 hörte das aber auf und ich wurde da zum Atheist. Als mein Onkel verstarb in jungen Jahren, verstand ich die Welt nicht mehr. Welcher Gott lässt so etwas zu? Ich fragte Pfarrer und Priester, was das für ein Plan sei, den Gott hat wenn so etwas passiert, überhaupt Dinge passieren.
Man kann sich denken, die Antworten waren kurz und knapp und spiegelten nicht die Realität wieder. Also lebte ich gut damit, ich war fertig mit dem Christentum und seinen Dogmen und Regeln.
Es hatte keinen Platz in meinem Leben und in meinem Herzen, trotzdem war es mir immer wichtig ein "guter Mensch" zu sein, was auch immer das heißen mag.
So ging ich unbewusst durchs Leben, als Atheist / Agnostiker der immer Beweise sehen wollte.
Erst Jahre später, als ich mit meiner Frau beim Pfarrer war, der uns getraut hat und die Frage aufkam ob ich an Gott glaube, da startete was in mir.
Erst mit 33 / 34 Jahren erkannte ich, was denn eigentlich fehlt - vielleicht wusste ich es tief in mir schon davor, wollte es aber nicht wahr haben.

Ein Pfad, ein spiritueller Pfad fehlt mir, etwas das wirklich Antwort gibt und worauf ich mich einlassen kann. In dem Fall der Buddhismus, denn wenn dann muss es ein Pfad sein, der eine Praxis bedient, ohne Dogma, ohne Versprechen!
Du kannst alles erreichen, es liegt nur an dir selbst, der Buddha zeigt dir den Weg, aber laufen musst du selber.
Und so laufe ich nun auf diesem Pfad und Leute, ernsthaft, seit Jahren habe ich mich nicht so gut gefühlt!!!
Es ist wie eine Befreiung, Befreiung des Geistes vom Leid und dem Schmerz des Alltags, der Welt sogesehen von allem.
Es erdet, es beflügelt, es rückt Dinge ins rechte Licht und man betrachtet sich selbst und alles andere aus anderem Winkel:


Was ist alles passiert?
Ich meditiere jeden Tag, versuche 8h Schlaf zu bekommen am Tag.
Ernährung wurde umgestellt: 5 Tage vegetarisch, Wochenende Fleisch - wenn überhaupt gewünscht / gebraucht. Esse kaum bis gar nichts süßes mehr. Trinke kaum noch Alkohol. Die Diziplin, wie damals beim LOGI Projekt, ist wieder zurück. Die Konzentration ist besser / Fokus, man kann Menschen besser annehmen, auch schwierige Menschen die man sonst meiden würde.
Ich kann mich lieben und akzeptieren, egal wie ich gerade Aussehe und was in mir vor geht - trotz Waschbärbauch etc...
Alles in allem, es wirkt und das nach so kurzer Zeit.
Die Dharma -Praxis steckt in allen Dingen und man kann an allem lernen, auswerten, wiederholen und immer ändert sich etwas - stetige Entwicklung seiner selbst.

Darum werde ich immer wieder über meinen Fortschritt berichten.

In diesem Sinne,

euer Uhltak - OM !