Donnerstag, 2. Juni 2016

Etwas zu erledigen


Hallo an alle die wieder Ihren Weg auf den Blog gefunden haben.
Auch wenn ich nicht sehr regelmäßig mich zu Wort melde, so habe ich
dann und wann Lust ein paar Zeilen zu schreiben.
Ich kann noch nicht sagen ob es mehr oder weniger werden wird, es ist einfach
eine Zeit Frage.

Buddhismus und Kampfsport, wie geht das zusammen?
Vermutlich wurde das noch nicht erwähnt, aber seit gut einem Jahr bin ich,
meine Frau und ein sehr guter Freund von mir beim Bogenschießen (Instinktives Bogenschießen). Ein toller Sport, macht viel Spaß und sorgt für tolle Erlebnisse und Effekte (Konzentration).
Jetzt kam noch ein Impuls hinzu, schon immer habe ich gerne Kampfsport gemacht. Seit ich in Stuttgart wohne, hatte ich versucht etwas zu finden wo ich mich wohl fühle. Probierte Ju Jutsu in einem Verein aus, wurde aber mit den Leuten dort nicht warm. Versuchte Krav Maga in einem Fitnessstudio nahe dem Bahnhof, probierte es 2x aus und das war
mir zu krass. Zuviel Drill, wenig Technik, mehr oder minder reine Kondition- / Kraft Aufbau. Noch einmal versuchte ich Krav Maga in Vaihingen, war an und für sich gut, da es eine gute  Mischung zwischen Technik und Drill gab. Doch irgendwie verschwand dann mein Interesse.
Ich kann auch gar nicht mehr sagen an was es lag, der Trainer war sehr nett und die Leute dort waren auch toll. Umgebung, war in einem Fitnessstudio. Vielleicht waren es die Kosten, die mich damals abgeschreckt haben - wirklich ich kann es nicht sagen. Vor 5 Wochen, habe ich geschaut, was gibt es direkt vor meiner "Haustüre"? Da gab es was, eine WTAA Schule (Wing Tsung). Hatte ich vor 10 Jahren oder so mal ausprobiert, damals in Göppingen.
Die Schule in Göppingen war ziemlich klein und in die Jahre gekommen. Der Trainer ließ mich 1x zum Probetraining kommen und das bestand darin auf ein Kissen an der Wand zu schlagen. 1h 30min, gegen die Wand schlagen, kein guter Eindruck. So begrub ich damals mein Interesse. Nach etwas Überlegungszeit, vereinbarte ich einen Termin zum Probetraining. Der Trainer ist ein sehr freundlicher und kompetenter Mann, der Trainingsraum hat eine gute Größe, Gruppe überschaubar und es wird primär Technik gelehrt und der Anteil vom körperlichen ist geringer als beim K.M. Das Konzept ist klar strukturiert und berücksichtigt alle Aspekte, Selbstverteidgung - Waffenlos, gegen Waffe, Hebel, Druckpunkte, Würfe, Bodenkampf. Alles drin. Es steckt sehr viel Philosphie in dieser Kunst.
Auch positiv, dass ich als versehrtes "Opfer" mit trainieren darf, da meine Arme und mein Fuß schon einige Blesuren haben. Erfunden wurde WT von einer buddhistischen Nonne. Anscheinend wollte ein Kriegsherr sie zur Frau haben, was die Nonne ablehnte. So entwickelte sie Wing Tsung um sich zu wehren und die geplante Vermählung, sagen wir auszusetzen ;).
Nun war ich 4x zum Probetraining und es macht mir Freude, ich lerne unheimlich viel. Die Leute sind sehr nett,
es macht Spaß und bietet einen weiteren sportlichen Aspekt in meiner Woche. Bogenschießen - Ausgleich für Kopf und Geist - erhöht die Konzentration, Fitnessstudio - auspowern, etwas für den Körper tun, WT Körper und Geist werden geschult.
Auch sehr positiv, der Sifu sucht sich seine Schüler aus. Nur weil du eintreten willst, heißt das nicht
das du aufgenommen wirst! Sehr positiv. Der Sifu möchte keine "Waffen" erschaffen sondern Menschen das Selbstvertrauen geben, sich verteidigen zu können, wenn es sein muss. Darum sind nur Menschen da, die Gewalt ablehnen, die ruhig sind und ausgelichen um die Philosophie und Kampfkunst zu erlernen.
Das schafft eine ganz tolle Atmosphäre, wo man gerne trainiert.
Wie geht das nun mit meinem Buddhismus zusammen, außer das mit der Nonne?
Ja, wenn man sich einfach mal umschaut, die Dinge die einen interessieren finden einen. Wenn man sie vergisst
oder verdrängt, kommen sie immer wieder hoch. Die Meditation zeigt, was für Themen und Gefühle in einem hoch kommen. Auch wenn man nicht ausgelastet oder es etwas gibt das man für sein Leben braucht. Weniger der Wunsch nach etwas, intuitiv auf etwas zusteuern was für einen selbst Heilsam ist. Positives verstärken, negatives intigrieren und in Liebe auflösen. So fand ich dazu, zu wissen - es tut dir gut, du lernst etwas, du machst Sport dabei (Körper bekommt Training), du hast Spaß. Selbst der Buddha, erfuhr bis er in die Hauslosigkeit zog eine Kriegerausbildung. Vermutlich Kalaripayattu + Bogenschießen.
Menschen verletzen, mit Worten oder Taten, es ist immer unheilsam, erzeugt Karma und auch Dukkha.
Leider ist die Welt dual, leider sind wir alle auch mal unbewusst.
Somit entstehen Situationen, wo man nicht mehr logisch mit einem Menschen reden kann, wenn er in seinem Drama gefangen ist. Wenn er den Wunsch hat nur noch zu verletzten. Man kann sicher sein Mitgefühl äußern, doch das schützt nicht vor einer Attacke. Wenn ich mich schlagen lasse, dann habe ich Schmerzen oder jemand anderes erleidet Schmerzen. Der Vorwurf nicht geholfen zu haben = Karma = Dukkha. Somit sich selbsthelfen können
und verhältnismäßig zu wehr setzen. Es reicht einen Angreifer festzusetzen, bis die Polizei kommt.
Wir müssen uns nicht blutig schlagen, dieser Konflikt ist die höchste Form von Unbewusstheit.
Solange man selbst bewusst und bei sich bleibt, ohne Ärger, ohne Wut, ohne Emotion - nur so kann man den inneren Kampf gewinnen gegen sich selbst (Angst, Hass, Wut, Verblendung). Auch wenn der andere unvernünftig, unbewusst ist, uns aktiv verletzen will, so muss man selbst bewusst bleiben, auf sein Training vertrauen und den Kampf beenden. Sind Emotionen im Spiel, so wird alles nur schlimmer...















Habe erst einen Artikel gelesen, in dem es um einen jungen Mann ging, der immer wieder in Schlägerreien gerät.
Zwischen den Zeilen gelesen, hat er wohl irgendwo auch Spaß daran - auf Provokationen einzusteigen und "loszulegen". Dieses Potential und Leidenschaft wäre in anderen Bereichen super, aber auf der Straßen, lähmt dass das Leben.
Somit kann ich sagen, haltet euch offen für die Dinge die euch interessieren und fazinieren. Sie finden euch und werden sich als gut für euer Leben auswirken. Geht dem Impuls nach und schaut was es für euch hat (Heilsam oder nicht Heilsam).

Noch was, nächste Woche geht es in den Urlaub. So werden Blogeinträge noch mal etwas rarer als sie schon sind.
Wohin darf ich nicht verraten, da ich meine Frau überraschen werde mit dem Urlaub. Sie erfährt erst am Flughafen wo es dann hingeht.
Seit einem halben Jahr halte ich das nun geheim und eine handvoll Leute, weiß bescheid - die aber alle Schweigen. Sie hatte eine exterm harte Woche und der Urlaub ist jetzt genau richtig.

In diesem Sinne, Sonnenschirmchen und Bahama Mama ;)

Gruß euer Uhltak