Dienstag, 13. August 2013

Wenn die Kraft ausgeht

Moin moin und Hallo,

gerade lasse ich alles sehr schleifen, was auch einen Grund hat. Es ist wahnsinnig viel zu tun gerade. Die Baustellen wachsen mir über den Kopf und so langsam baue ich immer mehr ab. Ob nun geistig oder körperlich, eine Grenze ist erreicht. Kaum Freizeit, kaum richtige Erholungsphasen, immer unterwegs, immer am machen und Urlaub -> Urlaub was ist dass?
Wie sagt man so schön, ich gehe auf dem Zahnfleisch und ich habe keine Alternative es zu ändern.

Mal ein typischer Tage, der sich jede Woche mehr und mehr vermehrt:

Aufstehen um 5:30Uhr -> eine Stunde Anfahrt zu einem Job -> 8h Arbeit -> 1h  zurück, kurz etwas gegessen (wenn die Zeit reicht) -> nächster Termin -> 1h 30min bis 2h später nach Hause kommen. Völlig fertig und kaputt noch schnell was zu essen reinschieben (einen Yoghurt) und dann noch Kram am Rechner weiter machen -> Emails schreiben für ein weiterkommen im Projekt Hochzeit  oder an meinem persönlichen Nemesis weiterarbeiten dem Kirchenprogrammheft (dass mich zunehmend SO SEHR STRESST und beschäftigt dass die Sitzordnung ein klacks war! Ehrlich dieses Heft, dieses verdammte Heft, seit Tagen muss ich mir den Kopf darüber zerbrechen und weiß nicht mehr weiter....). Bin ich irgendwann dann fertig mit all den Dingen, dann penn ich auf dem Sofa ein obwohl wir eine halbe Stunde später ins Bett gehen. Dann kaum gut und viel geschlafen geht es dann wieder von vorne los.
Neulich erst hat ja mein Kreislauf gestreikt und mich gezwungen liegen zu bleiben. Ich bin Belastung gewöhnt, aber ich glaube nun wirklich ich lade mir zuviel auf und ich muss dringend mehr abgeben von dem was ich so machen muss. Ich muss mehr Arbeiten deligieren und es vielleicht hinnehmen, dass Sachen nicht klappen oder schief gehen. Dann ist es nun mal so, bevor ich in den letzten 2 1/2 Wochen noch richtig Krank werde und einfach zusammenbreche unter der Last und dem Druck.
Und es gibt viel das mich aktuell belastet und beschäftigt. Sobald ich Urlaub habe, muss ich mir zwingend einen Tag einrichten - Mittwoch z.B. wo ich nichts machen werde. Ich stehe nicht auf, ich mache keine Termine, ich gehe nicht an den Rechner und lese keine Mails, SMS, kein Facebook, nichts. Nur ich, das Sofa, meine bald Frau, die Katzen und fertig. Und wenn der Kopf dann frei wird, dann bin ich auf dem richtigen Weg und dann kann ich mich auch entspannen.
Aber alles geht vorbei und ich freue mich nun wirklich auf die Zeit danach, wenn das Ding gelaufen ist, wenn wir durch sind, alles fertig ist und es wieder uns gibt und nicht uns und die drei Millionen Sachen an die man denken muss / kann / soll!
Ehrlich Leute, ich heirate gewiss nur einmal im Leben! Einmal diese Erfahrung reicht im Leben und muss dann nicht mehr sein. Der Tag entschädigt zwar alle Mühen, aber wenn alles zusammen kommt dann muss man sich vor sich selbst und vor seinem Körper rechtfertigen!

Zum ausgleich habe ich nun Krav Maga eine neue Chance gegeben. Ich hab einen richtig guten Trainer gefunden, der gar nicht weit weg das unterrichtet. Richtig positiv der Mann arbeiter mit 10ner Karten neben einem Abo, was für mich - der eher nach freien Terminen geiern muss, sehr entgegen kommt und ich mir meine Zeit einteilen kann damit. Das Training ist hart und man kommt an seine körperlichen Grenzen. Vor allem die Aufwärmphase (Drillphase) ist sehr intensiv und fordert alles! Technik danach ist dann immer sehr genial, vor allem weil die Leute sehr nett sind und man auch was lernt. In diesem 1h 30min vergesse ich alles. Da gibt es keine Termine, da gibt es keine Arbeit, da gibt es kein Programmheft. Da gibt es nur mich, meinen Schweiß, Schmerzen und am Ende Glücksgefühle.

Ich weiß. Es ist heute ein sehr deprimierender Eintrag, aber ich muss mir das mal von der Seele schreiben. Das Sprichwort: "Melden befreit", stimmt hier wirklich. Es ist einfach alles gerade sehr viel und es wird der Tag kommen (23. August 2013) ab dem ich endlich mehr Zeit gewinnen werde, der Urlaub beginnen wird und ich Kraft und Muse sammeln kann für den letzten Akt!

In diesem Sinne, lasst euch nicht runterziehen und hört auf euren Körper.

Gruß der Uhltak