Dienstag, 14. Mai 2013

Licht und weiß?

Was wird sein, wenn wir mal nicht mehr sind? So ziemlich jeder hat sich das schon mal gefragt und niemand kann es sich so richtig beantworten. Gestern kam auf RTL Menschen die für ein paar Sekunden tot waren und ihre Erfahrungen schildern. Eine ehemals Krebskranke Frau berichtet von einem weißen Licht das ihr Frieden und schmerzfreiheit schenkte. Sich von oben sah und mit einem Ruck in den Körper zurückkehrte.
Eine andere Dame schilderte ihre Eindrücke. Sie lag aufgeschnitten auf dem OP Tisch als das Herz aussetzte und die Ärzte um ihr Leben kämpfte. Eigentlich ganz interessant, vor allem bleibt man an diesem Thema hängen. Es bedient eine unserer Urängste und verspricht Aufklärung und trost.
Es ist schwere Kost, wenn auf Extra davor der Wendler zu sehen war und zwei Frauen aus Chemnitz fertig macht, auf seine Fans verbal einschlägt und sich trotz vielen Rechtsstreits, wo er den kürzeren ziehen wird, als Opfer darstellt.
Aber wir sind beim Thema Tod und nicht beim Wendler, kann man aber problemlos auch drei Seiten schreiben ;-).

Es ist schon sehr tröstend zu wissen, irgendwie geht es weiter wenn sich der Vorhang schließt. Also, es muss schon seinen Reiz haben dann endgültig die Augen zu schließen. Ist ja bis jetzt niemand aktiv zurückgekommen um davon zu berichten. Heißt irgendwo geht es hin.
Man kann sich daran festhalten und darüber nachdenken. Die einen glauben an Gott und finden trost daran im Paradies zu landen oder wiedergeboren zu werden. Alles was hilft damit klar zu kommen, dass alles irgendwann endet, dass man nur einmal lebt und das man die Zeit nutzen muss.

Ich habe das noch nicht wirklich oft erzählt. Die Geschichte ist so verrückt, dass mir das auch wenige Leute glauben würden. Doch meien "Nahtod" Erfahrung war im Alter von 7 Jahren. Es war ein regnerischer Tag. Obwohl es stark von oben runter kam, sind wir auf den Fußballplatz gegangen. Als es blitzte und donnerte und noch stärker regnete, lief ich nach Hause. Neben dem Wohnhaus, war ein Kanaldeckel zwischen recht hohen Bäumen. Als ich noch 2m von dem Kanaldeckel entfernt war (in der Regel sprang ich immer auf diesen, da der etwas erhöht war und man so schön an höhe gewinnen konnte) schlug ein Blitz ein. Nicht in den Baum, auf den Kanaldeckel (is ja schließlich Metall). Nicht der Baum, nicht der Blitzableiter des Hauses, nein Deckel und ich davor. Ich bin umgefallen. Kann nicht mehr sagen ob mich das Ding erwischt hat, aber ich lag auf den Rücken und ich hatte das Gefühl das es am ganzen Körper kribbelte ; mein Herz ein paar Schläge aussetzte und durch das Adrenalin (von dem Schreck) mich wieder hoch kommen lies. 
Ich war nass und dreckig, hatte gerade mein Ende vor Augen gehabt und bin noch mal weggekommen.
Ob das nun eine Nahtod Erfahrung oder ähnliches ist weiß ich nicht.
Ich weiß nur, dieses Ereignis prägte mich, alles mal ausprobieren was einem Spaß macht und am Ende des Lebens sagen zu können - ich hab viel probiert, nicht alles war toll aber ich habe was gesehen, erlebt und gelebt.

Schwere Kost heute, I know, aber muss auch mal sein.

in diesem Sinne

Gruß der Uhltak