Dienstag, 19. März 2013

Wegstrecke


Die letzten Tage habe ich einiges an Kilometer gerissen. Eine lange Wegstrecke, wenn ich bedenke wo ich die Tage so war und was ich dort getan habe.
Am Samstag war es endlich soweit. Mein Hochzeitsanzug, endlich sind wir losgegangen und haben ihn besorgt. Meine Mutter und meine Schwiegermutter in Spee waren beim Einkauf dabei. Ich war in Stuttgart,gleich früh morgens, um da zu sein, wenn der Herrenausstatter Breitling öffnet. Es gibt nämlich einen Verkäufer dort, der nur Samstag dort arbeitet und einen Blick hat für das was zu einem passt und welche größe man braucht. Der Herr ist schon im Rentenalter, aber er kommt immer noch einmal in der Woche, um Leuten wie mir, den perfekten Anzug zu bringen. Also, wir kamen an und verkaufshungrige Verkäufer sahen uns an wie eine Antilope in der Steppe. Fast schon penetrant buhlte man um uns als Kunden. Mich lies das kalt, ich wollte mich nur von diesem einen Herren beraten lassen. Das lustige, die Verkäufer versuchten immer meine Mutter oder meine Schwiegermutter zu bequatschen, mich hingegen lies man links liegen, ich bin ja nur der Bräutigam, ich muss den Kram ja anziehen....
Irgendwann hatte es ein junger Verkäufer geschafft und die beiden so bequatscht das er die Beratung übernommen hatte, was mir gar nicht so recht war. Ich bin da schon ein kleiner Dickkopf und da wollte ich meinen Willen haben, unhöflich wollte ich aber nicht sein. Ich lies den Verkäufer aber gewähren und merkte schon, so richtig Ahnung hatte der nicht, denn eigentlich hatten die beiden Damen alles im Griff und brachten die richtigen größen ran. Der Junge zog einfach Zeug vom Bügel:" Probieren Sie dass an..., passt nicht, Moment.... Und dieser, zu groß!" 
Endlich kam der Meister, endlich bewegte sich was! Und was soll ich sagen, nach 50min hatte ich den passenden Anzug, Hemd, Weste und was mansonstso brauch. Schuhe müssen wir noch kaufen, aber das reicht noch später. Auf jeden Fall fühlte ich mich dann gut aufgehoben, Erfahrung ziehe ich da vor. Ich hasse es Klamotten einzukaufen,vieles bestelle ich im Internet, da mir Klamottenläden peinlich sind. Sich angaffen, bewerten, von Fremden an Stellen anfassen zu lassen, wo man im normalfall Anzeige erstatten könnte. Hier war es anders, ich stand dann auch mal im Mittelpunkt und das was ich gut fand und auch merklich sah: ES STEHT MIR! Dieser Zustand wurde erreicht und ich kann jedem Mann in Stuttgart empfehlen: Wenn ihr einen Anzug braucht, um 10Uhr morgens an einem Samstag beim Breitling einkaufen zu gehen. Der Herr M. weiß was er tut und ihr geht zufrieden raus und es dauert keine Ewigkeit!

Dann ging es weiter, ab nach Lorch, Blumen und Deko raussuchen für die Tische, Kirche, Außenbereich, Auto. Ja, alles war etwas hektisch und stressig, aber wir schafften es pünktlich nach Lorch und waren bei der Dame, die vornehmlich mit der Location (wo wir feiern) zusammenarbeitet. Die Dame war sehr nett und freundlich und vor allem hatte Sie viel Ahnung. Wir bekamen für alles Tipps und Vorschläge und nun warten wir auf das Angebot von ihr. Im Grunde ist es aber schon beschlossene Sache. Uns hat es echt gut gefallen und die Sachen haben uns mehr als überzeugt. Dazu, der Preis, unschlagbar! In Stuttgart, würde das was wir bei ihr so grob bezahlen müssen, dass dreifache kosten!!! Auf dem Land gibt es halt noch Preise!!!
Danach waren wir bei unser Feierlokation, das restliche Hotel buchen, wir haben schon über 10 Zimmer auf Option reserviert, nun haben wir 17 und das Hotel wäre dann voll! Eine andere Gruppe wurde noch einquartiert, ich hoffe aber das Hotel wird diese Gruppe in den zweiten Stock verbannen, damit wir schön lange feiern können :-)
Noch sind wir nicht fertig! Danach waren wir beim Flughafen, nach einem Hochzeitsauto schauen und uns über Hochzeitsreisen informieren. Beides ein eher unnötiger Termin, dazum einen die Autovermieter, die einen Schalter haben teuerer sind, als wenn man im Internet reserviert. Auch die Reisebüros hatten nicht passendes, da es einfach noch keine Pläne gibt für Q1 2014.
Danach war auch endlich Feierabend für uns... ein langer Tag!

Sonntag ging es dann zu meiner Mutter, Mittagessen – Raclette. Nur sind Mittagessen bei meiner Mutter immer mit Arbeit verbunden. Meine bald Frau musste ihr die Haare machen und ich musste, Leisten sägen und an der Wand anbringen, einen Schrank aufbauen, ihren Computer richten und und und... also auch nichts mit entspannen.
Am Abend musste ich dann noch meinen Leihwagen abholen, damit ich am Montag früh zum Kunden fahren konnte, dies wurde eine kleine Weltreise die nicht ganz unstressig war.

Ihr seht, mein Wochenende war arbeitsreich und weniger Erholsam, trotzdem aber irgendwie schön und befriedigend, da man sehr viel geschafft und erreicht hat.
In diesem Sinne, eine gute Woche.

Gruß euer Uhltak

U