Dienstag, 14. August 2012

One way to the Mars WTF?

Ich dachte mir gestern Abend: WTF!
In den Nachrichten kam ein Bericht über das Vorhaben einer Firma die Menschen One Way zum Mars schicken will. Auch in der WELT ist der Artikel zu lesen. Nun mal im Ernst, vier Menschen sollen erstmal auf den Mars geschickt werden und ihr Ticket in einer Fernsehshow gewinnen können. Das ganze Projekt soll sich durch Sponsoren und die TV Show dann bezahlen. "Ich glaube nicht Tim!"
So ein Projekt kostet sicher Milliarden, ob man die Kohle reinkriegt ist fraglich. Aber gehen wir von dem Fall aus, dass man die Reise bezahlen kann. Vier Menschen werden zum Mars geschossen. Erstmal, haben wir denn überhaupt schon Raumschiffe die so eine lange Reise möglich machen? Eine Reise zum Mars dauert wohl an die 9 Monate, so lange hat der aktuelle Mars Rover gebraucht. 9 Monate in der Schwerelosigkeit, degenerieren da nicht die Knochen und die Muskulatur bis man auf setzt. Dann kommt eine psychische Belastung dazu, welche nicht unerheblich ist. Auf engsten Raum mit ein paar anderen Menschen, die Gewissheit, wenn was schief geht sind wir tot und am besten, ich sehe niemals wieder die Erde und werde auf dem Mars sterben.
Es soll aber sicher irgendwo auf der Welt Menschen geben, die sich danach sehnen und mit der Isolation zurecht kommen.
Keine Frage, früher oder später muss die Menschheit ihren Weg ins All gehen. Die Erde bietet einfach nicht genug Platz und Ressourcen um zum Beispiel 10 Milliarden Menschen zu versorgen. Irgendwann kommt es zu Konflikten und nun sollte man sich lieber nach alternativen umsehen. Krass finde ich nach wie vor die Denkweisen. Flüge zum Mond sind teuer, ein Mars Projekt ist zu teuer... aber die Zukunft liegt nicht nur auf der Erde, sondern auch irgendwo draußen im All. Und für diese Zukunft sollte die Menschheit etwas tun, nicht die Länder und Völker, eher alle zusammen dass man nachhaltig Kolonien wo anders errichten kann. International müssten einfach mehr Gelder in diese Richtung gesteckt werden, Technologien um den Menschen an das All und an die Tatsache zu gewönnen, dass man auch wo anders Leben kann.
Beispiel Beduinen Leben in der Wüste und schätzen ihr Leben. Können sich nicht vorstellen wie es ist in einem Haus zu leben, in einer Stadt mit tausenden anderen Menschen. Es ist alles eine Frage der Einstellung und des mangels von Alternativen. Auf dem Mars müsste man sich klar sein, die Temperaturen sind anders, meistens eher kälter als auf der Erde. Die Gravitation ist anders, man wiegt ungefähr ein drittel dessen als hier auf der Erde. Also schon extreme Bedingungen am Anfang. Aber die Menschen sind ja Anpassungsfähig, ich sage nur noch mal Beduinen oder Menschen die im tiefsten Sibirien leben!
Wir halten fest, diese Mission ist an und für sich sicher richtig und wichtig. Schlimm finde ich die Tatsache dass es sich um eine One Way Geschichte handelt. Man fliegt zum Mars und stirbt auf dem Mars!
Wird man Krank, muss man ohne Arzt auskommen! Man ist sein Leben lang angewiesen auf Lieferungen von der Erde. Oder wie stellt man sich die Versorgung vor? 20 Schweine, 20 Hühner und 20 Kühe mit hoch schicken + Erde und Heu. Dazu ein paar Hektoliter Wasser damit man was anbauen kann? Wie soll so eine Versorgung stattfinden? Was müssen vier Menschen alles lernen um dort zu überleben?
Arzt, Sanitär, Krankenschwester, Überlebenstraining, Astronautentraining, Umgang mit schweren Geräten und so weiter...
Eine sehr schwere Vorstellung.
Ich bin echt gespannt wo es hingeht und ob ich es in meinem Leben es noch mitbekomme, dass es eine richtige Mars- Kolonie geben wird und sogar Kinder auf dem Mars geboren werden.

Ich für meinen Teil habe eine tolle Idee gegen die Degeneration der Muskeln auf dem Flug. Warum baut man eigentlich nicht kleine Bahnen in die Shuttels ein? Unter den Bahnen läuft auf einem Schlitten ein Motor der zwei Kabel immer wieder anzieht. Die Kabel sind verbunden mit einer Vorrichtung wo man mit den Füßen reinschlüpfen kann und sich dann festschnürt. Nun läuft man los, der Zug des Motors auf die Vorrichtung lässt uns so laufen in der Schwerelosigkeit. Etwas mehr Zug und man trainiert gleichzeitig die Muskeln, Prinzip des Crosstrainers ^^. Aber das ist nur meine Irre Idee zur Raumfahrt ;-).
Easy wäre es und sowas könnte bestimmt theoretisch funktionieren.

Zusammengefasst in Fragen:
-  4 Menschen auf den Mars zu schicken per One Way Express ist ziemlich "hart"
- Zukünftig müsste mehr getan werden um die Menschen ins All zu bekommen
- Wie sollen die Menschen überleben und versorgt werden bis sie dann auf dem Mars sterben
- Was sollen das für Menschen sein, Wissenschaftler, Otto Normal Bürger?
- Wo und wann gibt es die Technologien für so ein Unterfangen (Raumschiffe, Terraforming etc..)?

Ein sehr wackeliges Konzept.
In diesem Sinne.
Euer verwirrter Uhltak