Montag, 30. Januar 2012

Zeit ist kostenlos, trotzdem nie genug und begrenzt

Dieses Zitat habe ich mir ausgeborgt, zumindest das "Zeit ist kostenlos". Trifft es aber ziemlich gut, denn der Monat Februar naht und lässt meine Zeit auf ein Minimum schrumpfen.
In diesem Monat haben die meisten Leute Geburtstag und dies zu koordinieren ist ein richtiges Projekt. Bis jetzt hat es aber immer ganz gut geklappt, nur es sind ein wenig viele auf einmal.
Nur kommt man immer mehr ins Grübeln. Gerade mein bester Kumpel wird nun ein paar Tage vor mir 30. Hier entwickelt das Leben eine Gewisse Eigendynamik. Wir sind immer noch die selben, tun noch immer das selbe, nur kommen genau diese Gedanken nun bei mir auf, Gedanken über die ich mir noch früher keine Gedanken gemacht habe. Nach wie vor zocke ich gerne die Abende durch, gehe ins Kino und kann dabei über schlechte Witze lachen. Sinnlose Gewalt im Fernsehen und Kino, immer her damit. Gleichzeitig gehen mir Alltagsbanalitäten auf den Sack, die mir früher am A**** vorbeigegangen sind...
Was zur Hölle ist los? Will ich das überhaupt?
Guten Beispiel: Wenn mein Kumpel nun den Anfang macht in der 30ziger Parade 2012, werde ich einen früheren Kumpel wieder sehen. Durch eine Begebenheit in der Vergangenheit haben wir uns zerstritten. Ich habe danach kein Wort mehr mit dieser Person gesprochen, dass ist nun 8 Jahre her. Früher war er ein sehr impulsiver Menschen, speziell in dem Punkt der dann zum Streitpunkt wurde. Ich war in meinem Stolz verletzt und auch so verletzt von dem was er sagte und das nach all den Jahren der Freundschaft, dass was im Raum stand hatte ich nicht glauben können. Zu dieser Zeit war ich ebenfalls noch anders drauf. Manchmal zu stolz, zu gerade aus. Nicht fähig mich in andere Menschen hineinzuversetzen. Diese Lektion musste ich mit den Jahren lernen um zu sehen, dass ich nicht alle Mauern einreißen konnte, sondern auch Wege drum rum schaffen musste, oder auch mal nicht durch zu kommen. Jetzt weiß ich, dass der damalige Freund bald Vater wird, Heiraten wird und wohl auch anders drauf ist. Wir alle lernen unsere Lektionen im Leben. Wir werden irgendwo erwachsen. Ich weiß nun nicht wie ich reagieren soll. Nach acht Jahren kennt man sich auch nicht mehr, vor allem wenn man unabhängig verschiedene Erfahrungen gemacht hat, die einen prägen. Am besten wäre es und das wäre er mir am liebsten:
Einen Cut zu machen unter die Sache, dass was war ist vorbei. Man trifft sich auf neutralen Boden als Fremde, stellt sich vor und geht dann wieder seiner Wege. So wie das auf anderen Parties auch ist und man, zum Beispiel, einen Geschäftskollegen von dem Kumpel trifft, man quatscht ne Runde, sagt auf wiedersehen und dann ist der Mensch auch wieder abgelegt.
Ich möchte die Sache nun vergessen und nicht mehr weiter drauf rumreiten! Vor allem macht so allen anderen Leuten leichter die mit ihm und mir befreundet sind! Es ist viel Zeit vergangen...

Soviel dazu...

Gruß der Uhltak